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MEGA Bildungsmillion

  1. Einreichphase 9. März - 5. Mai
  2. Screening Mai
  3. Hearing Fachjury 1. Juni
  4. Bekanntgabe TOP 6 5. Juni
  5. Videodrehs mit TOP 6 ab 5. Juni
  6. Start Online Voting September
  7. ORF Finale September
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Bildungssystem
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„Bei Chancen-Fairness und Wirtschaftskompetenz drückt der Schuh“ – Doppelinterview Zimmermann & Schurz

Die MEGA Bildungsstiftung wurde von der B&C Privatstiftung und der Berndorf Privatstiftung ins Leben gerufen. Was war die Initialzündung zur Gründung?

Doppelinterview:Norbert Zimmermann & Mariella Schurz (Vorstand Berndorf Privatstiftung & Generalsekretärin B&C Privatstiftung), Initiatoren MEGA Bildungsstiftung

Mariella Schurz: Die Initialzündung war, dass sich unsere Wege gekreuzt haben und wir eine hohe Überlappung bei unserem Engagement im Bereich Bildung festgestellt haben. Es haben sich schnell zwei Schwerpunkte herauskristallisiert: Chancen-Fairness und Wirtschaftsbildung. Wir wollen uns nicht mit dem Befund zufriedengeben, dass es in Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, nach wie vor um die Bildungsdurchlässigkeit schlecht bestellt ist. Außerdem müssen wir aus wirtschaftlicher Sicht Nachwuchs langfristig gewährleisten. Das ist auch für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich wichtig. 

Norbert Zimmermann: Genau! Für mich war ein wichtiges Motiv, dass die Chemie stimmt. Für uns war es entscheidend, dass wir miteinander sehr gut reden können, der intellektuelle Anspruch und die Wellenlänge passen. Denn wenn das stimmt, dann kommt auch etwas Gutes heraus. Wir wissen nun nach einiger Zeit des Zusammenarbeitens, dass unsere Partnerschaft funktioniert. Aus den guten Energien unserer beider Stiftungs-Kulturen ist etwas noch besseres drittes entstanden: Die MEGA Bildungsstiftung. 

Wie hat sich der Weg von der Idee zur konkreten Umsetzung gestaltet?

Schurz: Just do it! Was die Organisation rund um Berndorf auszeichnet, ist die Schnelligkeit und Niederschwelligkeit. Da haben wir bei der B&C noch schön etwas zu lernen…

Zimmermann: …aber das ist auch die Stärke, die ihr habt! Wir Berndorfer schießen aus der Hüfte. Bei der B&C ist alles viel strukturierter und durchdachter. 

Schurz: Deswegen ergänzen wir uns so perfekt!

Zimmermann: Ich bin Jazzer. Wir können gemeinsam sowohl gut improvisieren als auch gut Noten lesen!

Welche Beweggründe haben Euch zu den beiden Kernthemen Chancenfairness und Wirtschaftskompetenz geführt?

Schurz: Inhaltlich drückt hier der Schuh wahnsinnig. Das heißt nicht, dass es nicht auch andere Baustellen und Notwendigkeiten gibt. Aber wir glauben, dass wir hier einen Mehrwert bieten können. Wir müssen unseren Blick nicht nur auf morgen, sondern auch auf übermorgen richten. Uns ist wichtig, dass wir nicht nur schnell applaudieren, sondern die Initiativen vor den Vorhang holen und sich im Idealfall auch längerfristig Synergien finden.

Zimmermann: Wir wissen, wie wichtig Bildung und der Zugang dazu ist. Ich habe es ja selbst erlebt! Ich stamme aus einer relativ bescheidenen Umgebung. Alles, was meine Eltern nach dem Krieg leisten konnten, war eine gute Ausbildung. Wir haben alles dafür getan. Das war das Kapital, das wir für das Leben mitgenommen haben. 

Inwiefern will MEGA über die Förderung von Initiativen Veränderung bewirken? Warum sind die Projekte „Übersetzer“ des MEGA-Ansatzes?

Zimmermann: Es war klar, wo wir hinwollen. Wir haben intensiv diskutiert und mit den richtigen Leuten am Tisch Ideen ausgetauscht. Matthias Strolz hat hier sicherlich als Mastermind eine große, wichtige Rolle gespielt. Er hat im Parlament immer wieder gesagt, dass wir jedem Kind die Flügel heben müssen. Ich habe es sehr befürwortet, dass er an Bord kommt und gesagt: Jetzt heben wir gemeinsam Flügel!

Schurz: Uns ist es wichtig, dass wir den Projekten und Initiativen einerseits Wertschätzung geben, andererseits aber auch eine Bühne bieten. Ich finde es charmant, dass wir einen längerfristig orientierten Weg einschlagen. Bei der MEGA Bildungsstiftung leistet das operative Team rund um Andreas Lechner ausgezeichnete Arbeit. Wir begleiten die Projekte längerfristig und diese sagen selbst, dass für sie das wertvoll ist. Es ist toll, dass wir hier eine Nachfrage, die es real gibt, auch bedienen können.

Welche MEGA-Momente sind Euch aus den ersten Monaten besonders in Erinnerung geblieben? 

Zimmermann: Die Vereinigung unserer beiden Kulturen war ein Prozess, der Zeit brauchte. Für mich war es daher ein toller Moment, als ich festgestellt habe: Wir vertrauen einander. Die B&C Privatstiftung ist jene, die mit einem riesigen Hebel die MEGA im Verhältnis 10:1 stützt. Ich habe das im Annäherungsprozess niemals aus den Augen gelassen. Wir müssen immer wissen, woher wir kommen und wieviel Gewicht wir in unser Anliegen einbringen.

Schurz: Ich hatte keine Berührungsängste und einen enormen Optimismus. Ich war von Anfang der Meinung, dass dieser Prozess des Zusammenwachsens gut werden wird. Wir haben uns schnell aufeinander eingespielt und die Zusammenarbeit funktioniert wirklich perfekt.

Wo soll MEGA in fünf Jahren stehen? 

Zimmermann: Es soll die Stiftung auf jeden Fall geben und ich wünsche mir, dass die MEGA Bildungsstiftung ein Dauerbrenner wird!

Schurz: Im Idealfall gelingt es uns, nicht nur einzelne Strohfeuer zu setzen, sondern einen Flächenbrand der Begeisterung zu entfachen, der im System Veränderung bewirkt! Ich bin auch restlos davon überzeugt, dass es uns noch geben wird. Wir sind ein bunter Mix an Menschen und haben die richtigen Leute am Start. Das Feedback, das wir bislang erhalten haben, ist durchwegs positiv. Aber wir dürfen nicht nachlassen und müssen immer am Ball bleiben. Im Idealfall gelingt es uns, nicht nur einzelne Strohfeuer zu setzen, sondern einen Flächenbrand der Begeisterung zu entfachen, der im System Veränderung bewirkt! Wir arbeiten nicht gegen das Bildungssystem, sondern bringen frischen Wind und Ideen ein.

*Das Interview ist im Rahmen des MEGA Meilensteins mit Norbert Zimmermann und Mariella Schurz entstanden.

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